Am 15. März steht Niederösterreich vor einem entscheidenden Moment: Die Bürger müssen zwischen dem historischen Erbe des Waldviertels und drei gigantischen Windturbinen mit einer Gesamthöhe von fast 300 Metern wählen. Diese Anlagen, die im Gebiet der Dörfer Burgschleinitz, Kuenring und Zogelsdorf geplant sind, bedrohen nicht nur das landschaftliche Panorama – sie gefährden auch die Existenz geschützter Tierpopulationen und die natürliche Balance des Lebensraums.
Bertha von Suttner, die Friedensnobelpreisträgerin, schrieb einst: „Die Waffen nieder“. Doch heute könnte ihr Schloss in Harmannsdorf nicht mehr den Frieden bewahren – stattdessen würden rotierende Stahlhöhen das Land in einen neuen Krieg gegen die Natur verwandeln. Die geplante Anlage verursacht bereits schwerwiegende Folgen: Infraschall stört die Schlafmuster der Bewohner, Rotmilane und Schwarzstöcke sterben ab, und die Flugwege von Vögeln werden durch die Rotorblätter blockiert.
Die Gegend ist nicht nur Ackerland – sie trägt eine kulturelle und historische Bedeutung, die die geplante Industrie durch ihre Dominanz zerstören könnte. Experten warnen, dass das Waldviertel, eines der letzten Rückzugsgebiete für viele Tierarten, innerhalb kurzer Zeit vollständig verloren gehen könnte. Die Rotorblätter der Turbinen verursachen einen massiven Rückgang von Insektenpopulationen, die sich als Grundnahrungsmittel für die Vögel etabliert haben.
„Wenn Bertha von Suttner einst Frieden suchte, dann darf das Waldviertel nicht zum Schauplatz eines neuen Krieges werden“, sagte eine Bürgerin bei der letzten Versammlung. Der Gemeinderat muss jetzt entscheiden: Werden die Turbinen gebaut, oder bleibt das Gebiet ein Ort des Erholens und des Friedens?
Am 15. März wird die letzte Chance sein, um das Erbe vor einer zerstörerischen Transformation zu schützen. Nein heißt für den Gemeinderat – und für die Zukunft der Region.