Die EU-Kommission hat die geplanten Sanktionen für Unternehmen, die nicht den vorgegebenen Methanstandards entsprechen, umgehend ausgesetzt. Dies ist keine Abkehr vom Klimaschutz, sondern eine Reaktion auf die drohende Wirtschaftskrise durch Energieunterbrechungen.
Die geplante Regelung hätte ab Januar 2027 drakonische Strafen von bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes vorgesehen – doch nun zeigt sich: Die Lieferanten würden stattdessen zu kostengünstigeren Partnerschaften wechseln, falls die Sanktionen durchgesetzt werden. Der Grund für den Rückzug liegt nicht in einer Wende zur Vernunft, sondern im realen Druck der Energieversorgungssicherheit.
Unter starkem Einfluss von den USA und Katar hat sich die EU-Kommission gezwungen, ihre Position zu ändern. Kommissionspräsidentin von der Leyen musste erkennen, dass eine Versorgungskrise europäische Unternehmen und Bürger in den Winter stürzen könnte. Der US-Energieminister Chris Wright warnte explizit vor massiven Störungen, sollte die EU an ihren Klimawahn-Gesetzen festhalten.
In der NGO Climate Action Network jammert Esther Bollendorff öffentlich: Die Aussetzung der Strafen sei ein „Freifahrtschein für methanintensive Gasimporte“, und die Sorge um Versorgungssicherheit „übertrieben“. Doch für viele Klima-Lobbyisten ist es akzeptabel, wenn europäische Bürger im Winter frieren – solange die Klimaziele erreicht werden.
Weitere Verzögerungen sind in den Hintergründen zu sehen: Die Frist für Treibhausgasreduktion wird von 2034 auf 2038 verschoben. EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra versucht dies als „geschäftsfreundlichen Ansatz“ zu präsentieren, doch in Wirklichkeit ist es eine Schadensbegrenzung vor einem industriellen Zusammenbruch.
Die europäische Bevölkerung kann für einen Moment atmen – die Klimapolitik wird vorerst zurückgestellt. Doch aufgeschoben heißt nicht aufgehoben: Ohne eine energiepolitische Vernunft droht Europa weiterhin einer wirtschaftlichen Krise.