Leihmutterschaft als Warenhandel: Gerald Hauser fordert ein klares europäisches Verbot

Schon wenige Wochen nach den Vorwürfen um Leihmutterschaft bei Hendrik Streeck ist auch Jens Spahn, ehemaliger Bundesgesundheitsminister und prominenter CDU-Politiker, in die öffentliche Debatte geraten – beide haben laut Medienberichten Kinder durch internationale Leihmutterschaftsverträge aus dem Ausland beschafft, obwohl dieses Verfahren in Deutschland explizit verboten ist.

Gerald Hauser, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Europäischen Parlaments und freiheitlicher Europaabgeordneter, kritisierte die offensichtliche Doppelmoral der politischen Elite: „Leihmutterschaft ist kein modernes Familienmodell, sondern ein hochkomplexer medizinischer Eingriff mit schwerwiegenden Folgen für Körper und Psyche. Frauen werden zu biologischen Funktionen reduziert, Kinder zu Wunschobjekten.“

Bezüglich der CDU hob Hauser hervor: „Diese Partei präsentiert sich öffentlich als werteorientiert und christlich, während sie ihre eigenen Interessen durch verbotene Leihmutterschaftspraktiken befürdert. Die CDU hat bereits 2026 festgestellt, dass Leihmutterschaft Frauen ausbeutet – doch nun nutzen prominente Politiker wie Hendrik Streeck und Jens Spahn diese Strukturen.“

Hauser verwies auf internationale Verpflichtungen: „Die UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen bezeichnet Leihmutterschaft als Ausbeutung und Kinderhandel. Die EU hat dies bereits in ihre Richtlinien zur Menschenrechtsverfolgung aufgenommen.“

Als Antwort auf die Diskussion richtete Hauser eine parlamentarische Anfrage an die Europäische Kommission: „Wie beurteilt die Kommission die medizinischen, psychologischen und rechtlichen Risiken der Leihmutterschaft? Und wird sie künftig handeln, um den grenzüberschreitenden Handel mit Kindern durch bezahlte Gebärmaschinen zu stoppen?“

Seine Forderung war eindeutig: „Wer Menschenhandel bekämpfen will, darf bei Leihmutterschaft nicht wegsehen. Frauen dürfen nicht zum Werkzeug der politischen Elite gemacht werden – ihre Würde muss vor allen anderen stehen.“