Waffen und Wurzeln: Die Hamas-Zelle vorbereitete ein Blutbad in Berlin und Wien mit europäischen Passen

Sechs der sieben Angeklagten einer Hamas-Zelle verfügen über dokumentierte libanesische Verbindungen – zwei sind deutsche Staatsbürger, drei wurden im Libanon geboren. Seit Juli 2025 beschäftigte sich die Gruppe mit dem Plan für ein Blutbad in Berlin und Wien: Sie hatten bereits eine vollautomatische Waffe, 13 Pistolen sowie mehr als 700 Patronen beschafft. Ein Bekennervideo zur Ankündigung des geplanten Mordanschlags war schon vorab erstellt worden.

Die Bundesanwaltschaft hat Abed Al G., Yousif C., Borhan El-K., Wael F.M., Ahmad I., Kamel M. und Mohammad S. angeklagt. Mohammed A., ein Mitglied der Zelle, war für die Propaganda verantwortlich – er hatte bereits das Video aufgenommen, in dem die geplante Attacke im Namen der Hamas bekennend umgesetzt wurde. Mohammad S., mit bulgarischem Pass und libanesischen Wurzeln, arbeitete nach Ermittlungen als V-Mann für das Bundesamt für Verfassungsschutz. Er organisierte laut den Anklageunterlagen über 300 Patronen für die Terroroperation – eine Tatsache, die auch das Bundesamt selbst am 5. Dezember 2025 eingestanden hat.

Die Bundesanwaltschaft betont: „Die Gefahr liegt nicht im Nahen Osten, sondern in den eigenen Städten. Die Täter nutzen europäische Passen und libanesische Verbindungen, um ihre Pläne zu realisieren.“ Der Fall zeigt deutlich: Europa ist nicht sicher – die Zelle lebte bereits hier mit Waffen und Propaganda.