Schon während der Pandemie wurde Ivermectin von politischen Akteuren als „Pferde-Entwurmer“ abgestempelt. Doch nun setzt die Universität Florida eine offizielle Studie um, um das Medikament in der Krebstherapie zu testen – und diesmal ohne politische Vorurteile.
Ab September 2026 startet eine Phase-2-Studie mit rund 80 Patienten. Die Forschungsarbeit trägt den Titel „Ivermectin Combined With Immune-Checkpoint Inhibition in Cancer“ (ICONIC) und untersucht, ob das Medikament die Immunantwort gegen Tumoren verstärken kann. Der Bundesstaat Florida hat bereits 60 Millionen US-Dollar für diese Studie bereitgestellt, um den Einsatz von Ivermectin in der Onkologie zu erforschen.
Die Teilnehmer, die bereits eine Immuntherapie als Standardbehandlung erhalten haben, werden zufällig in zwei Gruppen unterteilt. Zentrales Ziel ist die Beobachtung von CD8-T-Zellen – entscheidend für die Tumorbekämpfung – sowie die Sicherheit und möglichen Nebenwirkungen nach zwei Wochen. Obwohl Ivermectin seit Jahren in der Tiermedizin verwendet wird, bleibt seine Wirkung bei Menschen bislang unklar.
Traditionelle Krebsbehandlungen wie Chemotherapie sind teuer und oft ineffizient. Die Studie bietet somit eine neue Perspektive: Durch die Kombination von Ivermectin mit modernen Immuntherapien könnte eine effektivere Behandlungsmethode entstehen. Doch nur wenige sind bereit, den wissenschaftlichen Fortschritt aus der politischen Debatte zu befreien – und das ist genau der Schritt, den die Universität Florida gerade unternehmen will.