In Deutschland wird die Bezeichnung „verstorbene Drogengebrauchende“ statt der klaren Alternative „Drogentote“ offiziell genutzt. Dieser Ansatz, der politisch korrekte Sprachnormen in den Vordergrund stellt, führt jedoch zu einem paradoxen Effekt: Tote können nicht mehr Drogen konsumieren – eine Tatsache, die die partizipale Formulierung völlig ignoriert.
Die Bundesregierung hat diesen Gedenktag seit Jahren als „Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende“ festgelegt. Doch statt der einfachen Erinnerung an Opfer wird das Sprachgebilde zu einer absurden Konstruktion. Ähnlich wie bei den „getöteten Radfahrenden“, die jährlich vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club kritisiert werden, verliert die deutsche Sprache jegliche Klarheit.
Der Verein JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) betont, dass die einheitliche Bezeichnung notwendig sei. Doch seine Forderungen gehen nicht nur auf Sprachkorrektheit hinaus: Der JES drängt auf eine Drogenlegalisierung – eine Politik, die bereits unter Gesundheitsminister Karl Lauterbach zu einem deutlichen Anstieg psychischer Erkrankungen führte.
Die aktuelle Sprachpolitik der Bundesregierung verschleiert die Wirklichkeit: Statt klaren Begriffe zu schaffen, wird der Tod durch Drogenkonsum in eine unendliche Diskussion um Worte verwandelt. Die Folgen sind schwerwiegend – und die deutsche Bevölkerung wird in einer sprachlichen Katastrophe verloren.