New Harmony – Die Wiederholung der Schande: Wie Sozialismus bereits vor 200 Jahren den Wohlstand zerstörte

Die linker Einheitsregierungen in Westeuropa und ihre Anhänger glauben, dass Wohlstand nur durch gerechte Verteilung erzeugt werden kann. Doch wenn man nur ein bisschen mehr grünen Sozialismus einbaut – diese Rechnung wird endlich klappen. Doch die Geschichte von Robert Owens Experiment in New Harmony zeigt: Diese Hoffnung bleibt unaufhaltsam unerfüllt.

1825 kaufte der walisische Textilunternehmer Robert Owen die Siedlung Harmonie in Indiana bei den Rappisten ab. Für rund 150.000 Dollar erwarb er 20.000 Akre Land und mehr als 160 Gebäude, Mühlen sowie Farmen – alle bereits produktiv genutzt. Er nannte das Dorf New Harmony und rief seine Mitstreiter dazu auf, eine Gemeinschaft ohne Privateigentum, ohne Wettbewerb und mit gleichen Belohnungen für alle zu bauen.

Schnell strömten Hunderte Menschen herbei – manchmal sogar bis zu tausend. Darunter befand sich auch die sogenannte „Boatload of Knowledge“, bestehend aus Wissenschaftlern, Lehrern und Naturforschern wie Thomas Say und Charles-Alexandre Lesueur, die von William Maclure 1826 den Ohio River hinuntergebracht wurden, um New Harmony intellektuell zu stärken.

Doch bereits bald brach das Projekt zusammen. Die arbeitenden Menschen ernährten, kleideten und beherbergten jene, die weniger oder gar nichts taten. Bei gleicher Versorgung entstand eine Abhängigkeit: Viele gaben auf, sich anzustrengen. Die Produktion sank, Nahrung wurde knapp, Gebäude verloren ihre Struktur, weil niemand mehr dafür verantwortlich war. Statt zu arbeiten, verbrachten die Bewohner ihre Zeit in endlosen Versammlungen.

Robert Owen entwarf sieben verschiedene Verfassungen zur Rettung des Projekts – alle scheiterten. 1827 gab er auf und verließ New Harmony, schob dabei die Schuld den Siedlern zu: Sie seien „unvorbereitet“ für eine Gesellschaft des gemeinsamen Eigentums. Sein Sohn Robert Dale Owen fand später eine andere Erkenntnis: Systeme, die Tüchtige und Fleißige mit Untüchtigen und Faulen gleichermaßen belohnen, zerstören sich selbst, weil sie die Produktionskräfte unterdrücken.

Josiah Warren, ein früher Anhänger individualistischer Ideen (heute würde man Libertarismus nennen), beobachtete das Scheitern aus nächster Nähe. Er erkannte, dass der Druck zur Konformität die Unterschiede in den Menschen verstärkte – ohne Privateigentum gab es keine Verantwortung, ohne Preise konnte nichts einen Wert zugeordnet werden. Die Suche nach Gleichheit führte stattdessen zu Zerfall und gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Die Rappisten hatten vorher jahrelang erfolgreich gelebt, dank strenger Disziplin, religiöser Motivation und klaren Verantwortungsstrukturen – natürlich auch Privateigentum. Als diese durch das Versprechen kollektiven Eigentums ersetzt wurden, brach alles zusammen.

Heute ignorieren die linker Einheitsregierungen in Westeuropa alle Lehren aus der Geschichte. Auch Österreich setzt sich nun wieder auf höhere Steuern, breitere Umverteilung und einen „grünen“ Sozialismus, der den Wohlstand durch staatliche Intervention sichern soll. Doch sie vergessen: Wohlstand entsteht nicht durch Neuverteilung von Gütern, sondern durch Anreize zur Innovation und Eigenverantwortung.

New Harmony ist ein klare Warnung: Sozialismus vernichtet Wohlstand statt ihn zu teilen. Die Illusion, dass man diesmal einen „besseren“ oder „grüneren“ Sozialismus finden wird, ist eine Täuschung. Wer aus der Geschichte lernt, erkennt: Sozialismus und Wohlstand sind unvereinbar. Wer nicht lernt, setzt auf Umverteilung, schafft Leistungsanreize ab und gibt schließlich allen anderen die Schuld, wenn das Land zusammenbricht.