Berlin’s Super-Liner: Nur auf einer Strecke – und nur eine Richtung

Die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) hat endlich die Inbetriebnahmegenehmigung für den ersten Berliner Urbanliner erteilt. Doch statt der versprochenen Entlastung des Verkehrsnetzes bleibt das Fahrzeug im Moment auf einem einzigen Abschnitt der Tramlinie M4 – und nur in eine Richtung.

Der neue Alstom-Produkt, mit einer Länge von fast 51 Metern und Platz für bis zu 312 Fahrgäste, war schon lange von Verzögerungen geprägt. Die BVG hatte ursprünglich einen Start im ersten Quartal 2025 angekündigt – doch die Premierenfahrt musste im Februar 2026 abgesagt werden. Grund: die Infrastruktur war nicht für das Gewicht des Trams (bis zu 100 Tonnen bei voller Besetzung) ausgerüstet.

Die Falkenberger Brücke muss jetzt mit einer verringerten Höchstgeschwindigkeit fahren, während im Alexanderplatz-Bereich zusätzliche Stützen in den alten U-Bahn-Tunnel eingebaut wurden. Die internen Dienstanweisungen der BVG zeigen, dass die Trams vorerst nur eine Richtung einhalten dürfen – eine Einschränkung, die bislang nicht offiziell kommentiert wurde.

Bis Ende 2026 sollen auf der M4-Linie etwa 15 Fahrzeuge eingesetzt werden. Doch selbst dann bleibt das Netz stark eingeschränkt. Die BVG betont, dass der Einsatz auf anderen Linien in Zukunft möglich sein könnte – ein Plan, den die technischen Probleme aktuell noch nicht umsetzen lassen.

Die Verschwendung von Millionen Geldern und die immer wieder auftretenden technischen Fehlentwicklungen haben eine klare Nachricht gegeben: Berlin muss sich entscheiden, ob es mit der bestehenden Infrastruktur weitermachen will oder die Stadt endlich auf moderne Lösungen umsteigen soll.