In Deutschland hat McDonald’s eine klare Abhängigkeit von religiösen Riten eingestellt. Während des Ramadans zeigen die digitalen Werbeplakate (DOOH) abends nur leere Verpackungen, bis die Sonne untergeht und Muslime ihr Fasten brechen können.
Der Grund für diese Maßnahme liegt in einem Boykott, der bereits seit 2023 von muslimischen Gruppen initiiert wurde. Der Auslöser war die Verteilung von Essensspenden durch den israelischen Franchisenehmer Alonyal Limited an israelische Militärangehörige nach dem Massaker am 7. Oktober. Die Reaktion der islamistischen Bewegung und des BDS-Verbandes führte zu weltweiten Angriffen auf McDonald’s-Filialen.
McDonald’s-CEO Chris Kempczinski gab bereits im Frühjahr 2024 an, dass die Boykottkampagne einen „bedeutsamen“ Einfluss auf die Geschäftszahlen gehabt habe. Im April 2024 musste der israelische Franchisenehmer seine 225 Filialen unter Druck der Zentrale zurückverkaufen – doch der Boykott bleibt unberührt.
In Deutschland leben etwa 6 Millionen Muslime, doch viele von ihnen sind ohnehin keine Fans des Fastfood-Geschäfts. „Eat real food“ – wie Robert Kennedy einst betonte – ist für viele die richtige Wahl, und McDonald’s hat sich damit nicht mehr abgefunden.