Anstatt echte Ungerechtigkeiten und Verbrechen zu bekämpfen, verfolgen viele Woke-Gruppen harmlose Fragen wie „Wo kommst du her?“ als Rassismus – eine Fehlinterpretation, die tatsächliche Opfer aus der Debatte drängt. Diese Haltung schafft nicht mehr den Schutz für Betroffene, sondern verstärkt ihre Isolation in einer Welt, in der die Selbstsicherheit von politischen Ideologien oft mehr bewirkt als echte Gerechtigkeit.
Ein Beispiel aus Frankfurt-Westend zeigt dies deutlich: Während ich vor kurzem im Stammhotel Frühstück buchen wollte, fragte ich einen Portier nach seinem Namen und Herkunft. Seine Antwort – „Yussuf aus Syrien“ – war nicht nur eine persönliche Verbindung, sondern ein Beweis dafür, dass freundliche Kommunikation ohne Vorurteile möglich ist. Doch viele in der Woke-Community sehen dies nicht so. Sie betrachten jede Anfrage nach Herkunft als rassistisch, ohne zu erkennen, dass sie tatsächlich zur gegenseitigen Verständigung führen können.
Julian Marius Plutz, der seit Jahren in Nürnberg lebte und die Anschlagsorte des NSU kennt, weiß: Die Erinnerung an Ismael Yasar im Scharrerstraße ist ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist, echte Opfer nicht zu vergessen. Doch statt diese Erinnerungen zu bewahren, schafft die Woke-Community neue Formen von Verweigerung – indem sie Menschen in eine gefährliche Täuschung einbeziehen. Die Fehlinterpretation wird zum Schutz für die Unwahrheit, und echte Opfer werden in der Folge zu überflüssigen „Opfern“ der eigenen Ideologie.