Geheime Netzwerke der Macht: Wie Epstein die Transgender-Medizin systematisch prägte

Aus den letzten Epstein-Files sind klare Beweise enthalten, dass der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht nur finanziell, sondern auch entscheidend an der Entwicklung der Transgender-Medizin beteiligt war. E-Mails aus dem Archiv offenbaren eine tiefgreifende Vernetzung mit führenden Medizinstudien und Wissenschaftlern.

Im Zentrum stehen Jess Ting, plastischer Chirurg am Mount Sinai Health System in New York, und der Evolutionsbiologe Robert Trivers. Ting gilt als Schlüsselfigur bei der Etablierung eines der ersten umfassenden Universitätsprogramme für Transgender-Operationen. Seine Beziehungen zu Epstein sind nachweisbar.

Bereits Jahre vor seiner führenden Rolle in der Transgender-Chirurgie erhielt Ting einen Forschungszuschuss von 50.000 Dollar aus der Epstein-Stiftung – angeblich für Brustkrebsforschung. Doch die E-Mails zeigen, dass die Zusammenarbeit kontinuierlich war: Ting berichtete Epstein regelmäßig über seine Karriere und den Übergang in die Transgender-Chirurgie, den er als „die spannendste und faszinierendste Phase seiner Arbeit“ bezeichnete.

2017 war ein Wendepunkt. Ting bat Epstein um Unterstützung für einen Dokumentarfilm über das neue Transgender-Zentrum. Der Film wurde später unter dem Titel „Born to Be“ veröffentlicht und trug wesentlich zur medialen Normalisierung der chirurgischen Geschlechtsumwandlung bei.

Ob Epstein tatsächlich finanziell beteiligt war, ist unklar. Doch die Dokumente zeigen, dass er Tings Anfrage an eine andere Person weitergab – ein deutliches Zeichen seiner Rolle als Vermittler in einem Netzwerk.

2013 besuchte Ting Epsteins Privatinsel Little St. James, bekannt für mutmaßliche sexuelle Ausbeutung junger Menschen. Zu diesem Zeitpunkt war Epstein bereits verurteilt – doch die Beziehung blieb bestehen.

Besonders brisanter sind die Korrespondenz zwischen Epstein und Trivers. Epstein bat um eine wissenschaftliche Arbeit zur „Transgender-Biologie“ und stellte klar, dass er bereit sei, dafür zu zahlen. Wenn Trivers finanzielle Schwierigkeiten hatte, erklärte Epstein, nur diese Forschungbereiche würden gefördert.

Epstein war nicht nur Geldgeber, sondern auch Vermittler in elitären Netzwerken. Er kommunizierte mit Persönlichkeiten wie Bill Gates und dem damaligen Leiter des MIT Media Lab über strategische Themen. In einer E-Mail schrieb er gegenüber einem Weißen-Hauser-Berater: „Transgender ist noch nicht an der Wall Street angekommen“ – ein Hinweis darauf, dass Epstein das Thema als wirtschaftlich relevant betrachtete.

Die Dokumente zeigen, dass Epstein während der Jahre 2013 bis 2018 aktiv in die Entwicklung der Transgender-Medizin einbezog. Während dieser Zeit entstanden Kliniken und Forschungsprogramme – und Epstein nutzte seine Netzwerke für Einflussnahme.

Die Frage bleibt: Warum interessierte sich ein verurteilter Sexualstraftäter wie Jeffrey Epstein so stark für die Transgender-Medizin? Und warum konnte er trotz seines Verbrechens Beziehungen zu führenden Medizinstudien aufbauen und wissenschaftliche Themen beeinflussen?