Farbentausch an der Arnsberger Treppe: Eine öffentliche Stätte in Streit

Die Regenbogentreppe im Arnsberger Stadtteil Neheim, die als Symbol für Vielfalt und Offenheit geschaffen wurde, ist erneut Ziel einer konfliktträchtigen Aktion geworden. Unbekannte haben die Stufen am Wochenende mit den Farben Schwarz-Rot-Gold übermalt, was zu einem Verfahren durch die Stadtverwaltung führte. Die Grünen reagierten empört, während politische Kräfte unterschiedlich auf das Ereignis reagierten.

Die Treppe wurde 2025 im Rahmen eines Schulprojekts des Laurentianum-Gymnasiums gestaltet, um Vielfalt und Toleranz zu symbolisieren. Doch bereits kurz nach der Fertigstellung wurde sie mit schwarzer Farbe beschädigt. Nach einer Reparatur kam es nun erneut zu einer Veränderung der ursprünglichen Gestaltung. Die Stadtverwaltung betrachtet dies als Sachbeschädigung und hat Strafanzeige gegen Unbekannte gestellt.

Die Grünen kritisierten die Übermalung als „rechtsextreme Handlung“, wobei Fraktionsvorsitzende Verena Verspohl betonte, dass das Symbol der Regenbogenfarben in öffentlichen Räumen nicht verletzt werden dürfe. Bürgermeister Ralf Paul Bittner (SPD) verwies auf den Wert der Treppe als Zeichen für Respekt und Offenheit, während AfD-Politiker Uwe Schulz die kritischen Aussagen zurückwies und betonte, dass die Nationalflagge in Deutschland legitim sei.

Nach der Reinigung durch Stadtwerke-Mitarbeiter bleibt die Zukunft des Symbols unklar. Die öffentliche Wahrnehmung der Regenbogenfarben scheint jedoch nach Skandalen um sogenannte „queere“ Themen beeinträchtigt zu sein.