Rückkehr zur Vernunft: US-Politik verabschiedet sich von der Energiewende

Die aktuellen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten offenbaren, dass Wind- und Solarenergie ohne staatliche Unterstützung nicht wettbewerbsfähig sind. Die Euphorie hat sich gelegt. Ohne finanzielle Förderung verlieren solche Projekte an Attraktivität.
Während der Regierung von Joe Biden wurden zahlreiche Initiativen zur Ausweitung erneuerbarer Energien ins Leben gerufen oder verstärkt. Doch mit dem Rückkehr von Donald Trump in das Weiße Haus endete diese Phase abrupt. Viele Finanzhilfen, Genehmigungsverfahren und Förderprogramme wurden reduziert.
Am ersten Tag seiner Amtszeit setzte Präsident Trump neue Pachtvereinbarungen für Wind- und Solarenergie auf öffentlichen Flächen aus und erhöhte Gebühren für bestehende Anlagen. Zudem verabschiedete er den „One Big Beautiful Bill Act“, der strengere Fristen für Subventionen festlegte – was über 300 Milliarden US-Dollar an geplanten Investitionen in Wind- und Solarenergie gefährdet.
Die Folgen sind unübersehbar: Ohne staatliche Zuschüsse werden viele dieser Projekte nicht langfristig bestehen können. Gas, Kohle und Atomkraft sind wirtschaftlicher, solange sie nicht durch zusätzliche Steuern künstlich verteuert werden.
Da die Stromregulierung in den einzelnen Bundesstaaten liegt, bleiben zwar lokale Vorgaben für erneuerbare Energien bestehen. Doch auch hier stoßen Projekte auf Herausforderungen wie Kostentreiber und Zuverlässigkeit. Intermitierende Versorgungssysteme benötigen konventionelle Backup-Lösungen, was die Gesamtkosten erhöht. Zudem sind Netzausbau und Abregelungssysteme notwendig.
Die These, dass Wind und Sonne „kostenlos“ seien, hält der Realität nicht stand. Die notwendigen Investitionen in Stromnetze, kürzere Lebensdauer von Anlagen (10 bis 20 Jahre im Vergleich zu 50 bis 70 Jahren bei konventionellen Kraftwerken) und Rückbaukosten werden von Lobbyisten nicht berücksichtigt. Letztlich tragen die Verbraucher diese Lasten über höhere Stromrechnungen und Steuern.
Diese Entwicklungen in den USA dienen als Warnsignal für Europa. Der Ausbau erneuerbarer Energien hat einen hohen Preis, der die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. In Übersee scheint man das erkannt zu haben. In Deutschland dagegen fließen weiterhin Milliarden Steuergelder in eine Energiewende, die nur Kosten steigert und die Versorgungssicherheit untergräbt.