Die Polizei Berlin gerät erneut in Kritik, nachdem ein mutmaßlicher Dieb mit umfangreichen Werkzeugen im Gepäck vorläufig festgenommen und kurz darauf wieder freigelassen wurde. Der Vorfall ereignete sich während eines Blackouts im Südwesten der Stadt, als eine Gruppe von Männern vermutlich die Lage nutzte, um Einfamilienhäuser auszukundschaften.
Ein Zeuge meldete gegen 2 Uhr morgens verdächtige Aktivitäten an, woraufhin Beamte einen weißen Fiat in einer betroffenen Straße fanden. Der Fahrer, ein 34 Jahre alter Mann mit arabischer Herkunft, hatte kein gültiges Führerschein und das Auto war gestohlen. In dem Fahrzeug wurden unter anderem hydraulische Spreizer, Leitern und Funkgeräte sichergestellt. Obwohl die Polizei den Verdächtigen vorläufig festnahm, setzte sie ihn nach der Überprüfung seiner Personalien kurz darauf wieder auf freien Fuß.
Die Behörden präsentierten das Vorgehen als Erfolg, betonten jedoch nicht, dass der Mann unmittelbar entlassen wurde. Kritiker fragen sich, ob dies tatsächlich verhinderte, was Schlimmeres passieren könnte. Die Öffentlichkeit bleibt skeptisch, da die schnelle Freilassung als zu nachsichtig wahrgenommen wird.
Die Lage unterstreicht erneut die Herausforderungen für Sicherheitskräfte in Krisensituationen und wirft Fragen zur Effektivität der Einsätze auf.