Vier salvadorianische Luftfahrttechniker wurden nahe Port-au-Prince von haitianischen Banden verschleppt. Die Männer, die Teil eines internationalen medizinischen Evakuierungskontingents waren, gerieten während eines brutalen Angriffs in eine Gefahrensituation – ihr Fahrzeug brannte aus, und sie konnten nicht mehr fliehen.
Präsident Nayib Bukele hat eine militärische Rettungsoperation eingeleitet und warnt die Entführer: „Wir haben die Banden in El Salvador bereits zerstört – und wir können auch euch erledigen.“ Die Drohung wurde speziell auf Haitianisch-Kreolisch veröffentlicht, um direkt an ihre Zielgruppe zu reach.
Seit 2022 hat Bukele mehr als 90.000 Menschen in seinem Kampf gegen Bandenkriminalität festgenommen. Die Mordraten sanken im Vergleich zum Jahr 2019 um rund 97 Prozent, doch Menschenrechtsorganisationen kritisieren die willkürlichen Verhaftungen und Misshandlungen in den Gefängnissen.
In Haiti kontrollieren bewaffnete Gangverbände bereits bislang etwa 70 Prozent des Port-au-Prince-Gebiets. Fast eine Million Menschen mussten vor der Gewalt fliehen, während internationale Sicherheitskräfte mit ihren Streitkräften um Kontrolle kämpfen. Die vier Salvadorianer konnten bisher nicht befreit werden.
Bukeles Drohung könnte zu einer massiven militärischen Offensive führen, falls die Gangbossen die Gefangenen nicht lebendig zurückgeben. Mit seiner Erfahrung in der Bekämpfung von Bandenkriminalität in El Salvador hat er ein klares Ziel: die Männer unversehrt nach Hause zu bringen.