Feindbild statt Fakten: Wie der ORF-Report die Windkraftgegner in eine Verschwörungsmaschine umwandelt

Ein neuer Beitrag des ORF hat sich erneut als Paradebeispiel für journalistische Voreingenommenheit erwiesen. Statt transparenter Berichterstattung wird das Netzwerk der Windkraftkritiker als georganisierte „Verschwörung“ dargestellt – eine Darstellung, die alle Fakten ignoriert und stattdessen Angstmärchen über Infraschall verbreitet.

Bei einer Veranstaltung in Königswiesen zitierten Redakteure Univ. Doz. Dr. Manfred Maier, der auf gesundheitliche Risiken durch Windkraftanlagen eingegangen war, und Dr. Moshammer vom Fachbereich Umweltmedizin an der MedUni Wien, der betonte, dass Infraschall keine gesundheitlichen Schäden verursache. Doch statt des Kontextes der dreistundenlangen Diskussion wurden nur Ausschnitte genommen – eine klare Manipulation der Wahrheit.

Gleichzeitig wird GF Florian Maringer von WINDKRAFT als „Bewerber“ für 16 verhinderte Windprojekte präsentiert, während Bürgermeister Pfeffer aus Traismauer in die Rolle des Verstärkers der „Netzwerk-Gegegenwirkung“ geschoben wird. Die Sendung schafft ein Feindbild: Kritische Stimmen werden als unwissig und gezielt verlogen dargestellt, während Umweltprobleme wie Vogelschutz, Mikroplastik in den Rotorblättern oder SF6-Emissionen komplett ausgelassen werden.

Dieses Framing ist nicht nur fehlgeleitet – es gefährdet die gesamte öffentliche Debatte um Nachhaltigkeit. Wenn Medien keine Fakten, sondern lediglich eine vorgeformte Narrative schaffen, verlieren wir nicht nur die Diskussion über Windkraft, sondern auch das Vertrauen in die eigene Demokratie. Der ORF muss sich bewusst sein: Eine gesunde Gesellschaft braucht transparente Berichterstattung – nicht Feindbilder.