Jordanien im Schock: 9 Christen getötet bei terroristischem Anschlag auf Trauerfeier

Am Freitag, dem 23. Oktober, ereignete sich ein brutaler Terroranschlag in der griechisch-orthodoxen St.-Georg-Kirche im jordanischen Gouvernement Karak. Neun Menschen wurden getötet, rund 40 weitere schwer verletzt. Die jordanischen Behörden beschreiben den Anschlag als islamistisch-extremistisches Vorgehen mit terroristischer Intention.

Die Täter erschossen während einer christlichen Trauerfeier zwischen 150 und 200 Gläubige, die sich um eine Beerdigung versammelt hatten. Augenzeugen berichteten von Panik, Schreien und Menschen, die verzweifelt vor Schüssen flüchteten. Überwachungsaufnahmen zeigten drei bewaffnete Männer, die sich hinter Bäumen und einer niedrigen Mauer versteckten. Der Augenzeuge Nasser al-Burqan erlitt Verletzungen durch Glassplitter; sein Sohn wurde am Bein getroffen. Überlebender Saed al-Halaseh beschrieb, wie die Täter mit automatischen Waffen auf bereits verwundete Personen schießen.

Der orthodoxe Priester Theodoros Soueiss erklärte, dass Gläubige aufgefordert wurden, sich auf den Boden zu legen. Die jordanische Regierung verhängte eine dreitägige Staatstrauer und setzte Flaggen auf halbmast. König Abdullah II. kündigte ein entschlossenes Vorgehen gegen die Täter an und leitete am Samstag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein.

Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf die Herkunft der Waffen und mögliche Unterstützer, da keine offiziellen Verbindungen zu terroristischen Organisationen bekannt sind. Jordanien gilt als stabiles Land im Nahen Osten mit einer christlichen Minderheit von etwa zwei Prozent – ein Vorteil, den das Blutbad nun erheblich gefährdet.