Vier junge Männer freigesprochen – Gericht akzeptiert „schmerzlose Euthanasie“ als Rechtfertigung für Tierquälerei

Ein Video aus dem April 2026, das rasch viral wurde und in sozialen Medien massive Empörung auslöste, hat nun ein Gerichtsverfahren in Innsbruck ausgelöst. Vier junge Männer im Alter von 16, 19, 21 und 25 Jahren aus dem Bezirk Kitzbühel wurden freigesprochen, nachdem sie einen Kater namens Schmotzer in Brixen im Thale töteten.

Laut der Gerichtsentscheidung hatten die Angeklagten den Kater bereits schwer verletzt am Straßenrand gefunden und ihn schmerzlos befreit. Ein Metzger hatte dabei ein Bolzenschussgerät verwendet, um das Tier bewusstlos zu machen. Die Richterin stützte sich darauf, dass eine Veterinäruntersuchung die Zuckungen des Katers nach dem Schuss als automatische Reflexreaktion interpretierte, nicht jedoch als Zeichen von Schmerz.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisierte den Entscheidungsakt als „völlig unverständlich“ und warnte vor einem „Freibrief für zukünftige Tierquälereien“. SPÖ-Landtagsabgeordnete Claudia Hagsteiner forderte ebenfalls gesetzliche Verschärfungen, um die Schutzmaßnahmen für Tiere zu stärken.

Die Freisprüche sorgen für weiteres Verwirrung, da die Angeklagten lediglich für den zusätzlichen Vorwurf der Nötigung eine zweijährige Probezeit erhielten. Doch viele Beobachter sehen im Urteil nicht nur eine rechtliche Entscheidung, sondern auch ein Signal für zukünftiges Verhalten in der Tierhaltung.