In den bayerischen Gemeinden Fahrenzhausen und Allershausen sind Windkraftprojekte vor einem abrupten Stillstand geraten. Vier Anlagen mit jeweils sieben Megawatt Leistung, die 262 Meter hoch und einen Rotordurchmesser von 175 Metern erreichen – Kosten von bis zu zehn Millionen Euro pro Projekt – bleiben auf Genehmigungsstufe. Die Planer haben die jüngste Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur abgelehnt, da die EEG-Vergütung zu gering ist.
„Ohne staatliche Subventionen lässt sich das Projekt nicht umsetzen“, betonte Projektleiterin Maria Burghardt. Derzeit sind die Vergütungen so niedrig, dass die Windparks in Bayern wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Zuschläge haben im Mai 2025 noch bei 6,83 Cent pro Kilowattstunde gelagert – im August 2026 sind es nur noch 4,79 Cent. Dieser Rückgang von fast dreißig Prozent ist die Hauptursache für den Stillstand der Projekte. Die Vorstände der Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land erklären: Auf diesem Niveau ist Windkraft in Oberbayern nicht mehr wirtschaftlich.
Die Bundesnetzagentur bezieht sich auf den starken Wettbewerb als Grund für die Preissenkungen, doch selbst mit dem Referenzertragsmodell – das schwächere Standorte im Süden um bis zu 1,55 Cent pro Kilowattstunde erhöht – bleibt das Projekt wirtschaftlich unattraktiv. Ohne staatliche Förderung sind Windkraftprojekte in den bayerischen Regionen nicht mehr rentabel. In einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft schon lange im Stillstand ist, führt dies zu einem weiteren Schlag für die Wachstumsprognosen des Landes.