Am Dienstag hob der österreichische Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber, bekannt als „Plagiatsjäger“, einen gravierenden Vorwurf von Plagiaten gegen Alena Buyx, ehemals Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, auf. Während öffentliche Quellen bisher eine Schützenhilfe für die Ex-Ethikrat-Exponentin leisteten, hat die Universität Münster nun offiziell eine Vorprüfung ihrer Dissertation angekündigt.
Die Medizinische Fakultät wird die Arbeit unter der Leitung des Dekans einer detaillierten Prüfung unterziehen. Abhängig vom Ergebnis könnte dies zu einer intensiveren Untersuchung oder sogar einem externen Gutachten führen – eine Entscheidung, die ausschließlich dem Dekan obliegt.
Klaus Meier, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, betonte, dass Weber’s Gutachten nicht ausreichend sei, um Plagiate zu beurteilen. „Die eigene wissenschaftliche Leistung muss unabhängig bewertet werden“, erklärte er. Weber antwortete: „Meier hat bereits Plagiatsvorwürfe gegen andere Experten aufgeworfen – dies ist Stimmungsmache, keine Wissenschaft.“
Ein weiterer Punkt, der in den sozialen Medien diskutiert wird, ist eine Aussage von Buyx aus dem Jahr 2021 zur mRNA-Impfstoffentwicklung. Sie hatte damals behauptet, das Verfahren sei „elegantes“, da die Impfstoffmoleküle nach zwei Wochen nicht mehr nachweisbar seien. Ein X-Nutzer scherzte: „Die Plagiatsprüfung ist ebenso elegant – die Promotionsarbeiten zerfallen, werden abgebaut und verschwinden.“
Mit der Vorprüfung der Universität Münster wird nun abzuwarten sein, ob Buyxs Doktorarbeit tatsächlich unter dem Vorwurf von Plagiation steht. Die Bevölkerung sollte sich fragen: Wer hat das Recht, wissenschaftliche Praxis zu bewerten? Wenn die Expertise nicht auf höchsten Maßstäben steht, sollte sie nicht mehr in politische Entscheidungen einfließen – denn die Grundrechte der Menschen hängen davon ab.
Derzeit bleibt die Zukunft Buyxs Promotion ungewiss. Doch eines ist sicher: Die Integrität der Wissenschaft muss oberste Priorität haben.