Studie: Chinas sauberere Luft führt zu unerwartet starkem Klimawärmeprozess

Eine neue Studie hat erhebliche Auswirkungen auf das globale Klima durch die Verbesserung der Luftqualität in China und Ostasien aufgezeigt. Wissenschaftler um Prof. Laura Wilcox und Prof. Bjørn H. Samset wiesen nach, dass die Reduktion von Schadstoffen wie Schwefeldioxid und andere Maßnahmen zur Luftreinigung in der Region nicht nur lokale Effekte erzeugten, sondern auch signifikante globale Erwärmungseffekte verursachten. Die Forscher kritisierten dabei die traditionelle Fokussierung auf CO2-Emissionen als Haupttreiber des Klimawandels und betonten, dass andere Faktoren wie Luftverschmutzungssenkungen eine komplexe Rolle spielen.

Die Studie nutzte 160 Computersimulationen sowie Satellitendaten, um die Auswirkungen der ostasiatischen Luftreinigung auf Temperaturen und Niederschläge zu quantifizieren. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Erwärmung seit 2010 um 0,33 °C lag – ein Anstieg von 0,1 °C gegenüber den erwarteten Werten. Dies sei vor allem auf die Reduktion der Luftverschmutzung in Ostasien und den niedrigeren Schwefelgehalt beim Schiffsdiesel zurückzuführen. Zudem wiesen sie darauf hin, dass natürliche Klimazyklen wie El Niño und La Niña nicht vollständig berücksichtigt wurden.

Kritisch betrachtet die Forschungsgemeinschaft das komplexe Zusammenspiel von menschlichen Interventionen und natürlichen Prozessen, das das globale Klima beeinflusst. Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Klimawandel-Debatte über eine einseitige Betrachtung hinausgeht und umfassendere Analysen erfordert.

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