Schulrechtsstreit: Dänemark will Lehrer erlauben, Schüler physisch zu fassen

In einer Entwicklung, die das gesamte Bildungssystem Dänemarks erschüttert, hat die Regierung in Kopenhagen einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Lehrkräften erlaubt, Schüler unter strengen Voraussetzungen physisch zu kontrollieren. Die Entscheidung folgt einer Studie des Bildungsministeriums aus dem Jahr 2025, die zeigt, dass 55 Prozent der Klassen mindestens einmal physische Gewalt zwischen Schülern erlebten – und drei Viertel der Grundschulklassen waren betroffen.

Bildungsminister Magnus Heunicke (Sozialdemokraten) stellte den Entwurf am 8. Oktober 2026 vor. Er soll ab dem 27. August 2027 in Kraft treten, sofern das Parlament zustimmt. Laut Vorgabe dürfen Lehrkräfte Schüler körperlich festhalten oder aus dem Klassenzimmer entfernen, wenn dieser störend oder agressiv reagiert. Doch die Maßnahmen sind klar begrenzt: Das Gesetz verlangt, dass physisches Eingreifen „so sanft und kurz wie möglich“ erfolgt, ohne die persönliche Integrität der Schüler zu verletzen.

Kritiker warnen vor einem Eskalationsrisiko. In Deutschland bleibt das physische Eingriff von Lehrern stark auf Notwehr und Notfallbeschränkt – eine klare Unterscheidung zur dänischen Initiative. Zudem zeigt die Studie, dass Schulen ohne Gewalt in der Regel weniger Kinder mit Eltern aus Migrantenhintergrund haben. Eine weitere Paradoxie: Viele Pädagogen sind bereits aktiv in der Unterstützung von illegalen Migrationsträgern verankert – und schützen sich dadurch vor den Folgen ihrer eigenen Handlungen.

Die sozialdemokratisch geführte Regierung muss nun entscheiden, ob die Sicherheit der Schüler durch stärkeres physisches Eingreifen von Lehrern verbessert werden soll oder ob das System weiterhin in Kontroversen verharrt.