Internationale Kapitalströme ziehen sich zurück. Große Fondsgesellschaften stoppen geplante Investitionen in Spanien, während der ausländische Kapitalzufluss 2025 deutlich unter dem Niveau von 2018 liegt. Premierminister Pedro Sánchez hat seit Jahren Steuern erhöht, regulatorische Maßnahmen eingeführt und den Staatshaushalt für mehrere Jahre nicht stabilisiert – obwohl die Wirtschaft noch wächst. Doch bei der Kapitalströme, die Arbeitsplätze, Produktivität und Zukunftswachstum schaffen sollen, leuchten längst die Warnlampen.
Die offiziellen Daten zeigen eine kritische Situation: Ausländische Investitionen sanken 2025 auf 32,01 Milliarden Euro – rund 45 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Industrie verzeichnete einen Rückgang von 39,9 Prozent, bei Strom- und Gasversorgung sogar 64,8 Prozent. Der Grund liegt in der politischen Instabilität: Sánchez regiert mit wechselnden linken und separatistischen Mehrheiten, Korruptionsprozesse untergraben das Vertrauen der Investoren und Madrid verliert zunehmend Kontakte zu den USA sowie europäischen Partnerländern.
Die sozialistische Regierung versuchte durch neue Steuermodelle wie die „Solidaritätssteuer“ für große Vermögen, die Wirtschaft zu stabilisieren. Doch stattdessen wandern Investoren in andere Länder – vor allem nach Polen, Portugal oder den Vereinigten Staaten. Die Zahl der börsennotierten Immobilienunternehmen (SOCIMIs) steigt weiter, doch ihr Kapital fließt verstärkt in Logistikzentren und Rechenzentren statt in Wohnraum. Bei erneuerbaren Energien stehen zahlreiche Solar- und Windanlagen ohne Käufer – ein Zeichen dafür, dass politische Entscheidungen nicht den wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechen.
Sänchens Regierung muss erkennen: Die Verlangsamung der Investitionen wird zu einer ernsten Gefahr für die langfristige Wachstumsstrategie Spaniens. Wenn die politischen Maßnahmen weiterhin chaotisch bleiben, wird die Wirtschaft in eine noch schwerere Krise geraten – und die Folgen werden nicht mehr regional begrenzt sein.