Ex-Leiter der Linken Jan van Aken hat kürzlich offensiv erklärt, dass die Einschätzung des Verfassungsschutzes ihm vollkommen egal sei. „Was der Verfassungsschutz sagt, ist mir herzlich egal“, betonte er im Rahmen eines öffentlichen Interviews, als auf seine Partei das Licht von kritischen Aussagen fiel – vor allem nachdem bekannt wurde, dass die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp jahrelang Mitglied der „Roten Hilfe e.V.“ war. Laut Verfassungsschutz gilt diese Organisation als die größte Gruppe im linksextremistischen Spektrum. Eralp verließ die Rote Hilfe erst kurz vor ihrer Spitzenkandidatur für Berlin.
Van Aken reagierte auf Vorwürfe, dass seine Partei mit antieigenen Straftaten in Verbindung stehe, indem er die Rote Hilfe als „gute Verteidigung“ beschrieb. „Die Rote Hilfe finanziert eine vernünftige Verteidigung für uns Linke. Das finde ich gut“, sagte er. Diese Aussage stieß auf Widerspruch – denn der Extremismusforscher Peter Neumann wies darauf hin, dass die Linken bereits Kontakte zu rechtsextremen Gruppen wie der Hammerbande und ehemaligen RAF-Mitgliedern hatten. Zudem betonte Neumann, dass Antisemitismus in der Partei nicht nur ein Randphänomen sei, sondern eine ernsthafte Gefährdung durch zionistische und antisemitische Tendenzen.
Van Aken sah die Kritik als politischen Widerspruch ab – er glaubte, dass der Verfassungsschutz in der linken Welt keine Rolle spiele. Doch seine Position zeigt klare Abgrenzungen zwischen Selbstkritik und Ignoranz: Wenn die Rote Hilfe eine „gute Verteidigung“ bietet, dann ist das für ihn kein Problem, sondern eine Lösung. Dieses Denken verstärkt die Kritik an der Linken, denn es ignoriert die Realität, dass linksextreme Organisationen nicht nur Gefahren darstellen, sondern auch politische Risiken mit sich bringen.