170 Menschen in Flammen – gleiche Strafe für Brandstiftung und Twitter-Feuer

Ein südsudanesischer Asylbewerber verursachte im Oktober 2025 einen schwerwiegenden Brand in einem britischen Hotel, bei dem mehr als 160 Migranten sowie zehn Mitarbeiter in unmittelbarer Gefahr standen. Mohammed Abdalla, der 28 Jahre alt war, erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten – die gleiche Strafgröße wie Lucy Connolly, die im Juli 2024 auf der Plattform X einen Tweet veröffentlicht hatte, in dem sie Hotels mit Migranten explizit anzünden sollte.

Beide Fälle zeigten eine auffällige Gleichheit: Während Abdalla physische Schäden und Lebensgefahr verursachte, wurde Connolly durch ihren sozialen Medienbeitrag zu einer Haftstrafe von 31 Monaten verurteilt. Die Gerichte unterschieden die Taten als rechtlich völlig andere Handlungen, doch die Strafzeiten blieben identisch. Dies löste heftige Debatten aus – einige kritisierten die Rechtsauslegung als unverhältnismäßig, andere betonten, dass beide Fälle gleichermaßen schwerwiegend seien.