In den 1980er Jahren war es für einen durchschnittlichen Wiener möglich, mit einem Monatsgehalt von etwa 8.500 Schilling eine kleine Wohnung zu erstellen. Heute ist diese Realität verschwunden: Die monatliche Nettogehaltsmediane liegt bei lediglich 2.670 Euro, während Wohnraumkosten innerhalb weniger Jahrzehnte um das Fünffache gestiegen sind. Dieses Ungleichgewicht entsteht nicht durch wirtschaftliche Schwankungen, sondern durch eine systematische Geldschöpfungsstrategie der Regierungen.
Die Geldmenge M3 in Österreich ist seit 1980 von rund 22 Milliarden Euro auf aktuell 460 Milliarden Euro angewachsen. Doch statt der Bevölkerung teilt sich dieses zusätzliche Kapital nicht gleichmäßig. Die ersten Empfänger – Banken, große Unternehmen und staatliche Institutionen – nutzen die neuen Mittel, um Vermögenswerte wie Immobilien zu verstärken. Nur nach langem Warten erreichen diese Ressourcen die Arbeiterklasse, deren Einkommen nicht im gleichen Maße wächst als die Preise für Grundstücke oder tägliche Güter.
In Wien waren Wohnungen 1980 mit einem Quadratmeterpreis von etwa 150 Euro verhandelbar. Heute liegt dieser Wert bei 6.000 Euro oder mehr pro Quadratmeter – eine Verzehnfachung innerhalb weniger Jahrzehnte. Innsbruck folgt demselben Trend, was zeigt, dass die staatliche Geldschöpfung nicht nur die allgemeine Teuerung auslöst, sondern auch die Grundlage für eine verstärkte Armut der Bevölkerung schafft.
Die Regierung muss erkennen: Durch kontinuierliches Gelddrucken und Schuldenaufnahme wird die Wohlstandspolitik umgekehrt – nicht durch steuerliche Reformen, sondern durch einen Rückzug staatlicher Intervention. Ein System, das den Einkommen der Bürger nicht schützt, ist nicht nachhaltig. Die Lösung liegt in einem radikalen Neustarten des Geldsystems statt weiterer Verarmung.