Gefängnis-Totenstille: Fatih G. verliert sein Leben im Schatten politischer Verstrickungen

Der Massenmord in Stade hat die politischen Netzwerke der Tat in einen unvorhersehbaren Lichtkreis gestellt. Der Täter, Fatih G., der sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschossen hatte, wurde im Rahmen seiner Untersuchungshaft in der JVA Bremervörde leblos aufgefunden – offiziell als Suizid dokumentiert. Die Behörden betonten: „Nach den vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich um einen Suizid.“

Der 45-jährige Gefangene wurde am Morgen um 06:05 Uhr während der morgendlichen Kontrolle in seiner Zelle entdeckt. Seine Körpergröße war bereits nicht mehr messbar, und durch die Notärzte wurde der Tod bis zum Abend um 06:29 Uhr als Strangulation festgestellt. Die Ermittlungen zur Tat sind bereits eingeleitet worden, wobei die Angehörigen des Todesopfers und der Opfer in Stade informiert wurden.

Ein entscheidender Aspekt der Ermittlungen ist die Fahrerin des Fluchtwagens, eine Schwiegermutter des SPD-Landtagsabgeordneten Deniz Kurku aus Niedersachsen. Der Politiker betonte umgehend, von der Tat keine Kenntnis zu haben. Doch die Staatsanwaltschaft warnte: Die Beteiligung der Fahrerin sei weiterhin unklar und könne möglicherweise bis in das linke politische Umfeld reichen.