F-35-Jailbreak: Europas letzte Warnung vor US-Militärabhängigkeit

Während europäische Verteidigungsministerien über die mögliche Abkehr der USA von militärischer Unterstützung unter Donald Trump nachdenken, hat ein niederländischer Politiker eine radikale Alternative vorgestellt. Gijs Tuinman, Staatssekretär für Verteidigung, erklärte öffentlich: „Wenn die US-Regierung den Support für unsere F-35-Jets stoppt, können wir diese Systeme wie ein altes iPhone „jailbreaken“ – ohne auf die Amerikaner angewiesen zu sein.“

Die F-35 ist nicht nur ein Flugzeug, sondern ein fliegender Computer, der über komplexe Cloud-Systeme ALIS und ODIN mit dem Pentagon verbunden ist. Diese Systeme übertragen nicht nur Software-Updates, sondern auch sensible Missionendaten. Ohne diese Verbindung sind die Jets im Ernstfall praktisch blind. Bisher war nur Israel in der Lage, eigene Software auf den F-35 zu laden, ohne US-Netzwerk abhängig zu sein. Länder wie die Niederlande und Deutschland bleiben jedoch vollständig auf die Entscheidungen Washingtons angewiesen.

Tuinmans Lösung wirkt zunächst paradox: Selbst wenn die Jets erfolgreich „jailbroken“ werden könnten, würden sie schnell in eine Abhängigkeit von Lockheed Martin geraten – das Unternehmen könnte Teile versagen und damit die Jets innerhalb kürzester Zeit zu unbrauchbaren Maschinen machen. Zudem würde der Vorgang rechtliche Konsequenzen und einen totalen Bruch mit den USA bedeuten.

Trotzdem gab Tuinman zu, dass die F-35 in ihrer jetzigen Form weiterhin die bessere Wahl sei. Doch seine Aussage spiegelt ein tiefes Unruhig sein: Europa verliert zunehmend an Vertrauen in die US-Militärstützung und wird sich allmählich auf eigene Lösungen verlassen.