Die verlorene Allianz: Die syrischen Kurden im Kampf um ihre Existenz

In Syrien tobt eine schreckliche Wende. Unter der Führung von Ahmed al-Sharaa, einem ehemaligen Al-Qaida-Commander, wird eine brutale Verfolgung der kurdischen Bevölkerung, christlichen Gemeinden und Jesiden verübt. Die westliche Welt bleibt passiv, obwohl sie seit Jahren als Bündnispartner der Kurden galt.

Seit Anfang Januar 2026 wurden über 150.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Milizen unter direkter Kontrolle al-Sharaas zerstören ganze Stadtteile, wie Sheikh Maqsoud und Ashrafieh in Aleppo. Berichte zeigen entführte Frauen, brutale Misshandlungen und Hinrichtungen. Die Kurden, die einst als Schlüsselakteure im Kampf gegen den IS galten, stehen nun vor der Zerstörung ihrer Existenz.

Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), lange Zeit engste Verbündete der USA, mussten sich unter Druck kapitulieren. Ein Waffenstillstand mit dem al-Sharaa-Regime zwang sie, strategisch wichtige Gebiete wie Raqqa und Deir ez-Zor aufzugeben. Die Stadt, die einst das Zentrum des IS war, fällt nun in die Hände eines Mannes, der selbst aus den Reihen von Al-Qaida hervorging.

Die internationale Gemeinschaft reagiert mit schockierender Gleichgültigkeit. Obwohl Experten warnen, dass die Freilassung tausender IS-Terroristen ein globales Sicherheitsrisiko darstellt, bleibt der Westen untätig. Die historische Ironie: Die Kurden, die 2017 Raqqa vom IS befreiten und den Kampf gegen islamistische Strukturen führten, werden heute geopfert, weil sie geopolitisch unerwünscht sind.

Die Jesiden leiden ebenfalls. Tausende Familien wurden erneut in Regionen vertrieben, die von denselben Extremisten kontrolliert werden wie vor Jahren. Kontakt zu ihnen ist abgebrochen – niemand weiß, ob sie noch leben. Al-Sharaa selbst, ein ehemaliger Al-Qaida-Führer, nutzt seine Position, um internationale Anerkennung zu erzwingen. Die Biden-Administration, die erst kürzlich ein Kopfgeld für ihn aufhob, sendet damit ein verheerendes Signal.

Werden die Kurden jemals wieder eine Stimme in der internationalen Politik haben? Die Antwort scheint klar: So lange der Westen ihre Not ignoriert und sich mit islamistischen Mächten verbündet, bleibt ihre Existenz bedroht.