DeKalb County beendet Corona-Notstand nach fünf Jahren – Bürokratie bleibt in Chaos

Die erneute Verlängerung des Corona-Notstands in Sachsen-Anhalt, um die Schuldenbremse zu umgehen und an Sondermittel zu gelangen, löste in Deutschland Empörung aus. Doch das deutsche Bundesland ist nicht das einzige, das den Ernst der Lage verkannt hat: Im US-Bundesstaat Georgia hat ein County am 17. Dezember die offizielle Beendigung des Ausnahmezustands verkündet.

DeKalb-County-Chef Lorraine Cochran-Johnson kündigte in einer Pressekonferenz die Executive Order No. 2025-8 an, die den „Covid-19 state of emergency“ formal beendet. Obwohl der bundesweite Notstand in Georgia bereits 2023 endete, hatte das County diese Krise über fünf Jahre ausgedehnt. In der Verordnung vom 3. Dezember 2025 wird die Tragung von Masken ermöglicht, aber nicht verpflichtend. Gleichzeitig wird betont, dass Corona-19 keine zentrale Rolle mehr spiele.

Im Fokus der Maßnahme stehen Regelungen für die Arbeit von Beamten: Während der Pandemie eingeführte Home-Office-Modelle sollen nun stark eingeschränkt werden. Ab 5. Januar wird wieder physische Anwesenheit verlangt, um „Verantwortlichkeit und Effizienz“ zu stärken. Doch Kritiker bemerken, dass die Verlängerung des Notstands wohl auch der Beamtenschaft diente, um flexiblere Arbeitsbedingungen zu bewahren. Ein Nutzer auf Vimeo kritisierte: „Die Anwesenheit von Mitarbeitern verbessert die Leistung nicht magisch.“

Für die Bürger deuten sich weitere Herausforderungen an – vor allem bei der Bearbeitung offizieller Angelegenheiten.