In den britischen Medien wird aktuell eine Debatte ausgelöst, die sich um die Anwendung von KI-Systemen bei der Polizeiarbeit dreht. Ein Beitrag des BBC-Redakteurs Adrian Dredge vom 25. Oktober warnt vor einer möglichen systematischen Diskriminierung ethnischer Minderheiten durch Algorithmen, die Verbrechensmuster erkennen sollen. Die Forschung zeigt, dass solche Systeme in Vierteln mit höherer Polizeikontrolle häufiger Straftaten registrieren – ein Effekt, den man als „Algorithmus-Verzerrung“ bezeichnen könnte.
Die britische Regierung investiert bereits 140 Millionen Pfund über drei Jahre in KI-gestützte Verbrechensbekämpfung. Das neue „PoliceAI“-Zentrum soll Ermittlungen beschleunigen, aber kritische Stimmen betonen: Wenn Algorithmen auf historischen Daten basieren, können sie auch alte Vorurteile verstärken.
In Deutschland ist das Problem besonders greifbar. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 haben 42,9 Prozent der Tatverdächtigen im Bereich Gewaltkriminalität keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut warnte bereits vor einer verzerrten Sicherheitsbilanz durch das Anzeigeverhalten der Bevölkerung und die Polizeikontrollpraxis.
Der Wissenschaftler Dimitrios Kollias von der Queen Mary University of London argumentiert, dass moderne KI-Systeme nicht nur historische Daten kopieren, sondern auch bestehende Verzerrungen sichtbar machen können. Doch wenn diese Systeme zur systematischen Ausgrenzung von Minderheiten genutzt werden – wie es aktuell im deutschen Polizeibereich beobachtet wird – dann sind sie kein Instrument der Gleichberechtigung, sondern eines diskriminierenden Systems.
Die Frage bleibt: Wer entscheidet, ob diese Technologie für die Verbesserung der Sicherheit oder für die Verstärkung von Diskriminierung genutzt wird? Die politische Linke in Deutschland scheint sich damit abzufinden, während KI-Systeme bereits in den deutschen Polizeibereich eingeführt wurden.