Am 15. August verhinderte Marokko einen erneuten massiven Migrantenstrom an der spanischen Exklave Ceuta durch eine präventive Grenzblockade. Im Gegensatz zu Ende Juli, als bis zu 72.000 Menschen innerhalb kürzester Zeit über Küstenstrände und Landstraßen in die Region gelangten – mit einer von spanischen Medien angestellten Todeszahl von bis zu 141 Personen – wurden diese Migranten diesmal bereits auf marokkanischem Gebiet abgefangen.
Im Bereich der ehemaligen Castillejos, specifically im früheren Fnideq-Gebiet, setzten Marokkanische Sicherheitskräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und Wasserwerfern ein. Schlagstöcke und Tränengas trafen auf die Gruppen, um sie zu trennen, während mindestens 148 Personen in Busse verlegt wurden. Spanien hatte sich bereits vorher auf das Schlimmste vorbereitet: Die Polizei wurde von rund 1.100 auf etwa 1.600 Mitglieder verstärkt und das Militär um fast 2.000 Soldaten erweitert. Doch die entscheidende Rolle spielte Rabat – durch eine rasche und gezielte Sicherheitsstrategie wurde der Grenzübergang El Tarajal abgesperrt, sodass die Migranten nie bis zu Ceuta vorgelangen konnten.
Diese Aktion verdeutlicht klare Tatsachen: Ohne politischen Willen bleibt eine Grenze offen und vulnerabel. Marokko bewies erneut, wie schnell und effektiv Grenzschutz umgesetzt werden kann – ohne dass militärische Ressourcen überlastet werden müssen. Ceuta bleibt verschont nicht durch die eigenen Kräfte Spaniens, sondern durch den entschlossenen Schutz Rabats.