Die derzeitige Energiepolitik der Europäischen Union steht in direktem Widerspruch zur raschen Digitalisierung. Ab sofort werden Privathaushalte gezwungen, abends und nachts signifikant weniger Strom zu verbrauchen, um die Bedürfnisse von Datenzentren sowie elektrifizierten Industrieanlagen zu gewährleisten. Dazu soll die Einführung intelligenter, künstlich-intelligenz-gestützter Stromzähler beschleunigt werden.
In der Vergangenheit war der Nachtstrom kostengünstig: Bürger konnten ihre Spülmaschinen, Waschmaschinen und Heißwasserboiler in dieser Zeit nutzen – eine Regelung, die Familien sogar praktische Vorteile bot, da sie tagsüber arbeiteten und abends zu Hause ihre Hausarbeiten erledigten. Doch diese Situation wird sich radikal ändern.
Laut der EU-Kommission soll im laufenden Jahr ein Gesetz verabschiedet werden, um die beschleunigte Einführung von KI-gestützten Stromzählern voranzutreiben. Die Begründung: Verbraucher sollten mehr Kontrolle über ihre Stromverbrauchszeiten haben und somit günstigere Stunden nutzen können. Brüssel geht jedoch davon aus, dass die Bevölkerung genügend Freizeit besitzt, um den Stromkonsum nach wetterabhängigen Angebotsschwankungen anpassen zu können.
In der Praxis bedeutet dies, dass Haushalte abends und nachts von jeglicher elektrischen Nutzung absehen müssen. Die Folgen sind deutlich: Kälte statt Wärme (Heizungen arbeiten nachts nicht mehr), Frost in den Räumen (Wärmepumpen sollen kein Strom verbrauchen) sowie die Aussetzung der Wäsche und der Spülmaschine – allein in Zeiten, in denen die meisten Menschen zu Hause sind.
Die Europäische Union steht vor einem grundlegenden Problem: Einerseits steigt der Stromverbrauch durch technologische Entwicklung und Elektrifizierung kontinuierlich an, andererseits führt die Energiewende zu stark fluctuierenden Stromproduktionen. Da das Angebot nicht mehr reguliert werden kann, wird nun die Nachfrage als Lösung gesehen – ein Vorschlag, der mit der Lebenswirklichkeit der Bürger völlig unvereinbar ist.
So lange die Bevölkerung der EU weiterhin klimapolitische Systemparteien wählt, wird diese energiepolitische Strategie fortgeführt. Doch es ist auch ein Indiz dafür, warum das politische System rechte und rechtskonservative Parteien heftig bekämpft: Diese setzen sich für eine stabile, sichere Stromversorgung ein und lehnen die Abhängigkeit von wetterbedingten Stromquellen weitgehend ab.