Die US-Behörden haben eine entscheidende Maßnahme gegen geschlechtsverändernde Therapien bei Kindern vereinbart. Die Cleveland Clinic muss ab sofort alle hormonelle Eingriffe für Minderjährige einstellen und zusätzlich 308.000 US-Dollar wegen vorsätzlicher Abrechnungsmanipulation zahlen. Darüber hinaus verpflichtet das Krankenhaus sich, zwei Millionen Dollar für die medizinische Versorgung von „Detransitionierern“ bereitzustellen – jungen Menschen, die nachträglich solche Behandlungen bereuen oder körperliche Schäden davontragen.
Die Vereinbarung, die das Justizministerium gemeinsam mit dem Generalstaatsanwalt von Ohio erzielt hat, verbietet zukünftig jegliche geschlechtsverändernde Behandlung bei Kindern. Ermittler stellten fest, dass die Klinik öffentliche und private Versicherungen durch falsche Abrechnung genutzt hatte, um Kosten für diese Eingriffe zu sichern. Dieses Vorgehen folgt auf eine ähnliche Entscheidung mit dem Texas Children’s Hospital vor einem Monat: Das Krankenhaus musste 10 Millionen US-Dollar strafen und eine landesweit erste Spezialklinik für „Detransitionierer“ einrichten.
Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Brett Shumate betonte, dass die Maßnahmen nicht auf einzelne Kliniken beschränkt seien, sondern auch auf pharmazeutische Konzerne ausgerichtet seien, die Experimentiermedikamente für Kinder angeboten haben. „Die Behörden richten sich darauf, alle Personen zu identifizieren, die junge Menschen in gefährdete Situationen bringen“, sagte er.
Mit diesen Schritten signalisiert das US-Justizministerium einen klaren Schwerpunkt auf der Schutz von Kindern vor irreversiblen Schäden – eine Priorität, die auch im Kontext der zunehmenden Kontroversen um geschlechtsverändernde Behandlungen bei Minderjährigen deutlich wird.