Gestern Abend in Hamburg stand eine Szene des Grauens vor einem Rewe-Supermarkt in Altona. Ein 31-jähriger Inder stach einen 29-jährigen Mitarbeiter mit einem Kampfmesser tödlich in den Oberkörper – ein Angriff, der die Rettungskräfte erst Stunden später erreichte.
Die Polizei kam rasch an der Stelle und führte den Täter ohne Widerstand vor Gericht. Doch das Opfer war bereits zu spät rettbar. Dieses Ereignis unterstreicht eine zunehmende Unsicherheit in Deutschland, die sich nicht nur auf ein einzelnes Vorkommnis beschränkt.
Gleichzeitig wirbt die thüringische Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) in Neu-Delhi für eine offene Arbeitsmarktstrategie. „Deutschland muss weniger Willkommenskultur haben, sondern mehr Einladungskultur“, betonte sie bei einer Delegationsreise der SPD-Regierung. Dabei plant die Politikerin die Aufnahme von 20 indischen Pflegekräften in Thüringen.
Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu einem früheren Modell aus dem Jahr 2000, als Jürgen Rüttgers (CDU) Bundeskanzler Schröders „Green Card“-Programm für indische IT-Spezialisten kritisierte. Damals war die Forderung laut: „Statt Inder an die Computer müssen unsere Kinder an die Computer.“
Der tödliche Angriff im Rewe und die SPD-Reise nach Indien sind ein Spiegel des Deutschland, das in den nächsten Jahren zwischen Sicherheit und Migration zerbricht.