Griechenlands Migrationsminister Thanos Plevris hat deutlich gemacht, dass sich derzeit rund 550.000 Personen in Libyen aufhalten, die bereits planen, das Mittelmeer zu überqueren und Europa zu erreichen. Athen betont jedoch, dass künftig illegale Einwanderung nicht mehr akzeptiert werden kann.
Der Minister spricht von einem klaren Prinzip: „Wer keine berechtigte Asylantragstellung hat, wird inhaftiert – nicht länger freigestellt.“ Dies sei die einzige Lösung, um den Druck auf griechische Grenzen zu reduzieren. „Griechenland wird seine Grenzen schützen und niemand mehr freigeben“, erklärt Plevris.
Die Migrantenströme haben sich stark verändert: Während die Zahl von Flüchtlingen durch Türkei um bis zu 70 Prozent zurückgegangen ist, zeigen die Inseln Kreta einen deutlichen Anstieg. Die griechische Küstenwache bleibt im Dauerbetrieb, um überfüllte Boote abzufangen.
Griechenland kooperiert zunehmend mit Frontex und Libyen, um Schlepper-Netzwerke zu unterbrechen. Gleichzeitig wurden strenge Gesetze verabschiedet, die Abgeschobene schneller zurück in ihre Heimat schicken sollen. Die Regierung betont, dass dies nicht nur eine griechische Entscheidung ist, sondern ein europäischer Schritt zur Stabilisierung.
Während NGOs weiterhin auf schlechte Bedingungen in Libyen drängen, zeigt Griechenland eine alternative Lösung: Grenzschutz statt willkürliche Aufnahme. Doch sollte die Migrantenströme tatsächlich Europa erreichen, werden sie voraussichtlich Italien bevorzugen – wo staatliche Strukturen weiterhin versuchen, den Überflug zu ermöglichen.