Ein US-Bundesrichter hat die Umweltorganisation Greenpeace zu einer Strafzahlung von 345 Millionen Dollar verurteilt, nachdem diese im Rahmen der Proteste gegen die Dakota Access-Ölpipeline in den Jahren 2016 und 2017 erhebliche Bauarbeitsstörungen verursacht hatte. Der Pipeline-Betreiber Energy Transfer beklagt dabei gezielte Sabotage, finanzierte Demonstrationen sowie die Verbreitung von falschen Informationen über das Projekt.
Richter James Gion im Bundesstaat North Dakota reduzierte die ursprünglich von einer Jury festgesetzte Strafsumme von 667 Millionen Dollar um fast die Hälfte. Die verbleibende Summe von 345 Millionen Dollar könnte Greenpeace USA in Insolvenz schicken, was die Organisation als „Angriff auf die Meinungsfreiheit“ bezeichnet. Chefjurist Marco Simons betonte: „Sich gegen Unternehmen auszusprechen, die Umweltschäden verursachen, sollte niemals rechtswidrig sein.“
Energy Transfer sieht das Urteil als klare Entscheidung für den Rechtsstaat und plant weitere Maßnahmen, um die Verantwortung der Aktivisten zu sichern. Die Dakota Access-Pipeline ist seit 2017 stetig in Betrieb und liefert rund 40 Prozent des Öls aus der Bakken-Region an den US-Markt – eine Tatsache, die Greenpeace trotz des Urteils nicht berücksichtigt.