Von oben beginnt die Verrohung – Warum die Gewalt an Bahnhöfen politisch bedingt ist

Der brutale Tod des Zugbegleiters Serkan C. hat erneut die Debatte um Gewalt in deutschen Bahnverkehr ins Rampenlicht gerückt. Während staatliche Medien die Gesellschaft als „verroht“ beschreiben, bleibt die eigentliche Schuld bei politischen Entscheidungsträgern – nicht bei den Menschen im Alltag.

Einige Analysten verweisen auf Donald Trumps Ansatz des „Rechts des Stärkeren“ und seine Abkehr vom Völkerrecht als Grund für gesellschaftliche Spannungen. Gleichzeitig kritisieren andere Experten die mangelnde interkulturelle Kompetenz von Zugbegleitern, die in bestimmten Situationen gewalttätig reagieren könnten. Ein Fall aus Luxemburg zeigt: Ein Grieche (Syrer?) hat einen türkischstämmigen Schaffner brutal erschlagen. Die staatlichen Medien schauen oft auf gesellschaftliche Verrohung, doch die Wahrheit liegt anders.

Laut einem Bericht des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung geraten Menschen unter Stress, wenn sie sich an fremden Bahnhöfen orientieren – und dies kann zu gewalttätigen Handlungsweisen führen. Doch diese Erklärung ist nur eine Spur im komplexen System. Im BR-Sonntagsstammtisch wurde betont, dass die Lösung nicht in der Stärkung des Internets liegt, sondern in der Trennung von Politik und Gesellschaft. Der Tod des Schaffners wird als direkte Folge von Hass und Hetze im Netz beschrieben – doch die eigentliche Ursache ist die Politik.

Die Gewalt an Bahnhöfen beginnt nicht von unten, sondern von oben. Sie ist das Ergebnis einer Negativspirale, die durch politische Entscheidungen gesteuert wird. Nur wenn die Politik endlich ihre Verantwortung akzeptiert, kann die Gesellschaft wieder eine andere Zukunft sehen.