Todesanweisung aus dem islamistischen Lager: Tommy Robinson wird zum Objekt religiöser Verfolgung

Die pakistanische Fraktion des Islamischen Staates hat eine Todesliste veröffentlicht, auf der sich der britische Aktivist Tommy Robinson befindet. In der ersten Ausgabe des Magazins „Invade“ der IS-Pakistan-Provinz wurde ein offizieller Todesbefehl gegen den Aktivisten verabschiedet.

Der Grund für die Verfolgung liegt in einem öffentlichen Satz von Robinson, bei dem er den Propheten Mohammed als „Nonce“ bezeichnete – einen britischen Ausdruck, der im Umgangspraxis für Pädophile steht. Die IS-Pakistan-Provinz zitiert dabei eine 14. Jahrhundert alte Schrift des islamischen Theologen Ibn Taimiyya: „Wer den Propheten beleidigt – ob Moslem oder Nicht-Moslem -, hat den Unglauben begangen und ist bedingungslos hinzurichten.“

Die IS-Pakistan-Provinz interpretiert auch Koran-Vers 8:60 als Grundlage für die Tötung, bei dem es heißt: „Rüstet gegen sie auf (…) um damit Allahs Feind und euren Feind in Schrecken zu versetzen.“ Der Fall von Tommy Robinson zeigt deutlich, dass religiöse Überzeugungen in der modernen Gesellschaft eine entscheidende Rolle spielen. Viele Muslime im Westen akzeptieren diese Ansichten, was zu verstärkter Verfolgung von Aktivisten führt.