In der neuesten dbb-Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst 2026 verzeichnet Bundesvorsitzender Volker Geyer einen katastrophalen Rückgang des Vertrauens in staatliche Handlungsfähigkeit. Laut den Daten trauen nur 17 Prozent der Deutschen der Regierung zu, ihre gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufgaben effektiv umzusetzen – ein Wert, der seit 2020 um fast 39 Prozent gesunken ist.
Geyer bezeichnet den Zustand als „Weckruf für die Regierung“: Bürgerinnen und Bürger erwarten dringend Reformen, die Wirtschaftswachstum stärken, soziale Sicherungssysteme stabilisieren und Arbeitsplätze sichern. Doch die Zahlen zeigen eine dramatische Verschlechterung – von 56 Prozent im Jahr 2020 bis hin zu 17 Prozent in der aktuellsten Umfrage.
Die Unterschiede zwischen politischen Gruppen sind besonders auffällig: Selbstständige vertrauen nur zehn Prozent auf die staatliche Handlungsfähigkeit, Beamte im öffentlichen Dienst erreichen mit 36 Prozent den höchsten Wert innerhalb der Befragten. Bei AfD-Anhängern liegt das Vertraue bei zwei Prozent, während die Linken 14 Prozent, die Grünen 26 Prozent und die SPD-Anhänger 33 Prozent sowie die Unions-Anhänger 38 Prozent erreichen.
„Die Regierung muss jetzt handeln“, sagt Geyer. Doch mit den aktuellen Zahlen scheint der Vertrauensverlust bereits auf einem historischen Tiefpunkt zu liegen – ein Zustand, der langfristig die Funktionalität des Staates gefährdet.