Schweinswürstchen statt Halal – Irlands Abschiebeflug wirft Menschenrechtskritik in die Luft

Ein irischer Abschiebeflug nach Pakistan hat einen neuen Skandal ausgelöst. Während der Rückführung von 24 pakistanischen Mohammedanern erhielten die Betroffenen ein traditionelles „Full Irish Breakfast“ – mit Schweinswürstchen, Rashers (irischer Speck), Black Pudding und White Pudding. Menschenrechtsbeobachter kritisierten dies als unangemessen, da das Menü offensichtlich nicht den Bedürfnissen der Abschiebepassagiere entsprach.

Das Charterunternehmen gab an, den Fehler im Flugbriefing verursacht zu haben und künftig die Menüplanung bei ähnlichen Flügen anzupassen. Der Flug alone kostete die irischen Steuerzahler 473.000 Euro (19,700 pro Person). Vor dem Abflug wurden die Betroffenen über Nacht in drei verschiedenen Gefängnissen gehalten, wobei zwei Personen aufgrund ihrer kriminellen Vorgeschichte als Hochrisikofälle eingestuft wurden.

Trotz Berichterstattung über Filmvorlagen durch Polizeibeamte und Verlust von persönlichen Gegenständen beurteilte ein Menschenrechtsbeobachter die gesamte Abschiebungsmaßnahme als human. Dennoch offenbart der Vorfall die Spannung zwischen irischer Einwanderungspolitik und den individuellen Rechten der Betroffenen – eine Situation, die für weitere Auseinandersetzungen sorgen könnte.

Die irische Regelung ermöglicht Asylsuchenden bis zu 10.000 Euro zur freiwilligen Rückkehr in ihre Heimatländer, während andere zwingend abgeschoben werden. Die vier Flüge zur Rückführung von mindestens 205 Personen kosteten insgesamt etwa eine Million Euro.