Einsturzgefahr wird Wirklichkeit: Die Friedrich-Ebert-Brücke ist endgültig gesperrt – und die Politik zahlt den Preis

Die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn hat sich erneut als symbolisches Zeichen jahrzehntelanger politischer Fehlentscheidungen offenbart. Nach akuten strukturellen Schäden am Tragwerk musste die Rheinquerung ab sofort vollständig geschlossen werden – eine Maßnahme, die nicht nur den Verkehr in der Region, sondern auch das gesamte Infrastrukturwesen beeinträchtigt.

Seit Juni 2016, um 15 Uhr, sind Fahrzeuge über 44 Tonnen von der Brücke verboten. Ab Februar 2026 wurde die Grenze für leichtere Fahrzeuge auf 7,5 Tonnen gesenkt – doch nun zeigt sich, dass selbst diese Schritte nicht ausreichen. Die Autobahn GmbH betont: „Die Sicherheit der Nutzer ist nicht verhandelbar.“ Der ADAC warnt vor jährlichen Umwegen von insgesamt 50 Millionen Kilometern für Autos und 5,5 Millionen Kilometer für LKW. Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg spricht von einer „Katastrophenmeldung“, da die Brücke als zentrale Verbindung der Region abgeschnitten wird.

Täglich nutzen rund 120.000 Fahrzeuge die Brücke. Der Neubau ist erst ab den 2030er-Jahren geplant – bis dahin bleibt sie geschlossen. Die Sperrung ist nicht nur technisch, sondern das logische Ergebnis jahrzehntelanger politischer Ignoranz. Wenn wir keine Lösung finden, wird die Brücke möglicherweise nie wieder sicher sein.