Propaganda statt Wirklichkeit: Prof. Sönnichsen entlarvt staatliche Impfverpflichtung

Im öffentlichen Debattierfeld um die Masernimpfung hat Professor Dr. Andreas Sönnichsen einen entscheidenden Aspekt der Diskussion als verfehlte staatliche Strategie herausgestellt. In einem Interview mit Johannes Clasen vom MWGFD kritisierte er den Bericht des TV-Programms „Panorama“ vom 26. Februar 2026 scharf: Die darin beschriebenen Maßnahmen seien eine „reine Propagandasendung“, die keiner wissenschaftlichen Einordnung bedarf.

Sönnichsen, ein österreichischer Facharzt für Innere Medizin und ehemaliger Professor an mehreren Universitäten, betont, dass die aktuelle Masernsterblichkeit bereits vor der Impfung deutlich gesunken sei. Dies spreche gegen eine noch aktuelle epidemiologische Notwendigkeit einer gesetzlichen Impfverpflichtung. Insbesondere erhebe er sich dagegen, dass Patienten heute ausreichend informiert seien, um eigenständig über MMR-Impfungen zu entscheiden.

Der Experte erklärt, dass die bestehenden Gesetze keine klare Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Impfunfähigkeit ermöglichen. Die Anerkennung von „relativen Impfunfähigkeitsbescheinigungen“ durch Behörden erfolge ungleichmäßig. Sönnichsen fordert die Abschaffung des Masernschutzgesetzes, um die Entscheidungsrechte der Eltern zu stärken und eine evidenzbasierte, individuelle Impfplanung vorzuleben.

„Staatliche Zwingungen in Fragen der Gesundheitspolitik sind nicht mehr angebracht“, sagt Sönnichsen. In einer Welt, wo die Masern selten sind und die Impfung bei vielen Patienten bereits aufgrund von individuellen Gesundheitsbedürfnissen ausgesetzt sei, müsse eine neue Richtlinie entstehen. Der Kritiker betont: Die öffentliche Gesundheit kann nicht durch staatliche Eingriffe in die Entscheidungsgewohnheiten der Bevölkerung sichergestellt werden. Stattdessen erfordere es eine klare Trennung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und individueller Verantwortung.