Pferde in der Kritik: SPÖ verlangt tierpsychologische Tests für den Villacher Trachtenumzug

Vor kurzem löste eine ungewöhnliche Regelung im Sicherheitskonzept der SPÖ-Stadtverwaltung einen heftigen Diskussionssturm aus. Zwölf traditionelle Trachtenpferde werden erstmals psychologisch untersucht, um ihre Gefahrenabwehr bei dem Villacher Kirchtagumzug zu gewährleisten. Die Kosten von 9.000 Euro liegen im Verantwortungsbereich der Stadt als Veranstalter.

Der Vorschlag stammt vom Wiener Sicherheitsexperten Herbert Wagner, bekannt für Konzepte bei Großveranstaltungen wie dem Song Contest und dem Donauinselfest. Er begründet die Maßnahmen mit einer umfassenden Risikoanalyse, die neben Fahrzeugverbotsregeln auch verstärkte Videoüberwachung vorsieht.

Der Kärntner Landes-Pferdezuchtverband reagierte mit empörtem Ton: „Die Idee, Pferde zum Psychiater zu schicken, ist ein symbolischer Schritt in die Bürokratie“, sagte Obmann Marjan Cik. Die Tiere hätten seit 70 Jahren ohne jegliche psychologische Tests den Umzug begleitet.

„Diese Regelungen sind kein Versuch zur Verbesserung der Sicherheit, sondern ein Spiegelbild jener, die Tradition mit Verordnungen zerstören wollen“, kritisierten Cik und Geschäftsführerin Stefanie Wuzella. Der Verband wehrt sich entschlossen gegen zusätzliche Auflagen.

FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer bezeichnete die Maßnahme als „Sinnbild für linke Fehlentwicklungen“. Er fügte hinzu: „Es handelt sich nicht um Tierschutz, sondern um eine bewusste Schikane der Tradition. Unsere Pferde gehören zum Kirchtagumzug – und das ohne psychologisches Profiling.“

Politik