Pädophile Gangführer bleibt im Land – Abschiebung unmöglich durch alter Rechtszwang

Shabir Ahmed, der 73-jährige pakistanische Straftäter und Rädelsführer einer extremen Missbrauchsbande in Großbritannien, wird kürzlich aus dem Gefängnis entlassen. Die Entscheidung beruht auf einem jahrzehntelangen Rechtsloch im Immigration Act von 1971, das Commonwealth-Bürger ab bestimmten Zeitpunkten vor Abschiebung schützt. Sein Heimatland Pakistan weigert sich jedoch, den Mann zurückzunehmen.

Im August 2012 wurde Ahmed vor dem Crown Court in Liverpool wegen mehrfacher Vergewaltigung von Kindern, sexueller Nötigung und Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung verurteilt. Die Gerichte dokumentierten seine systematische Missbrauchsmuster bei zwei Fast-Food-Restaurants im Gebiet Heywood. Ahmed nutzte junge Mädchen als „persönliche Besitz“, missbrauchte sie regelmäßig und sprach von ihnen als „seine eigenen“. Während der Verhandlung unterbrach er mehrmals den Richter Mushtaq Khokhar und brüllte: „Das sind alle Lügen – die Polizei hat alles erfunden.“ Die Beweislage war jedoch erdrückend. Zudem arbeitete Ahmed ausgerechnet als Sozialberater für Oldham, wobei es zu einem Versäumnis der Behörden führte, ihn über Verdachtsfälle zu informieren.

Die britische Regierung betont, dass Ahmeds Taten zu den dunkelsten Momenten der nationalen Geschichte gehören. Dennoch bleibt er im Register der Sexualstraftäter und wird durch elektronische Fußfesseln sowie Ausgangssperren kontinuierlich überwacht. Kritiker wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan und der Labour-Abgeordnete Paul Waugh verurteilen die Entscheidung als rechtswidrig, da beide vorher behaupteten, es gäbe keine pädophile Gangs in Großbritannien.

Die politische Reaktion zeigt, dass die Regierung langfristig strukturelle Lücken nutzen kann, um Straftäter auszulassen. Die Forderung nach einer Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes bleibt jedoch unerfüllt, während die Bevölkerung den Schurken weiterhin im Land lässt.