BioNTech und Genentech haben die zweite Testphase ihrer individuellen mRNA-Krebstherapie Autogene Cevumeran abgebrochen, da Patienten in der Behandlungsgruppe signifikant höhere Todesraten aufwiesen als in der Kontrollgruppe. Die Entwickler konnten bislang keine ausreichenden Sicherheitsvorteile für die Therapie nachweisen.
Bereits im Oktober 2025 war das unabhängige Gutachterausschuss der Studie gezwungen, eine nicht bindende Abbruchempfehlung auszusprechen. Damals wurde festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Therapie ihr Zielfeld erreichen würde, zu gering sei. BioNTech und Genentech ließen die Studie jedoch weiterlaufen, da die Patienten erst etwa neun Monate beobachtet worden waren und die Daten noch nicht ausreichend ausgewertet waren.
Im Juni 2026 empfahl das Kontrollgremium erneut, die Studie fortzuführen. Doch nur zwei Monate später zeigten die Ergebnisse, dass die Sterblichkeit in der Behandlungsgruppe deutlich stieg – was zu einer unverzüglichen Unterbrechung führte. Die Therapie war bereits bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom nicht erfolgreich gewesen: Sie konnte keine signifikante Verlängerung der Krebsfreiheitszeit gegenüber der Kontrollgruppe beweisen. Aktuell läuft eine Studie zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Autogene Cevumeran in Kombination mit anderen Medikamenten, doch die klinischen Ergebnisse bleiben unklar.
BioNTech hatte während der Pandemie durch Comirnaty Milliarden verdient. Seitdem richtet sich das Unternehmen verstärkt auf Krebsforschung, doch aktuell scheint die Therapie bei den Patienten keine klare Vorteile zu bieten.