Kinsey und der Nazi-Kinderschänder: Eine unerträgliche Wahrheit

Der Sexualforscher Alfred Kinsey nutzte Daten aus der Zeit des nationalsozialistischen Regimes, die von einem deutschen Offizier stammten, der Kinder sexuell missbrauchte. Briefe, Tagebuchnotizen und Berichte über Verbrechen in Ghettos flossen in seine Forschungen ein – und wurden später als wissenschaftlich anerkannt. Ein Dokument, das schockiert.

Der Zoologe Alfred Charles Kinsey (1894–1956), der sich später als Sexualforscher profilierte, stand von 1936 bis 1956 in regelmäßigem Kontakt mit Friedrich von Balluseck (1908–1989). Dieser war während des Zweiten Weltkriegs Kreishauptmann in polnischen Städten und Kommandant eines Ghettos, wo er Kinder missbrauchte. Balluseck drohte seinen Opfern: „Entweder die Gaskammer oder ich.“ In Jędrzejów überlebten keine jüdischen Kinder.

Nach dem Krieg arbeitete von Balluseck als Religionslehrer und missbrauchte deutsche Kinder, darunter seine eigene Tochter. Er zwang einen elfjährigen Sohn eines Vikars, seine Erfahrungen schriftlich zu dokumentieren – als Material für Kinsey. 1956 wurde er verhaftet, 1957 vor Gericht gestellt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Die US-Presse schwieg, obwohl Kinsey über Jahrzehnte Daten von Balluseck sammelte. Die US-Behörden versuchten, die Briefe sicherzustellen, doch Kinsey weigerte sich, sie herauszugeben. Paul Gebhard, zweiter Direktor des Kinsey-Instituts, bekannte später: „Wir waren amoralisch oder kriminell.“

Judith Ann Reisman kritisierte, warum Kinseys Daten nicht öffentlich kritisiert wurden. Sie fragte, was geschehen wäre, wenn die Öffentlichkeit erfahren hätte, dass er sich von einem Nazi-Kinderschänder informieren ließ. Die heutigen Sexualerziehungsprogramme basieren bis heute auf diesen daten, obwohl sie auf Kindesmissbrauch beruhen.

Kinsey sah den Menschen als „menschliches Tier“ und ignorierte die Kosten seines Denkens. Seine Prämissen beeinflussen bis heute die Debatte über Sexualität.