Israel gab bereits im Februar 2021 Warnungen über Pfizer-Myokarditis – doch die USA erweiterten die Impfkampagne für Jugendliche Wochen später

Bereits Ende Februar 2021 meldete das israelische Gesundheitsministerium auffällige Fälle von Myokarditis und Perikarditis bei Kindern und Jugendlichen nach der Pfizer-Impfung. Die interne Analyse zeigte bereits über 40 gemeldete Fälle bei Personen im Alter von 16 bis 30 Jahren, wobei junge Männer insbesondere stark betroffen waren.

Währenddessen ignorierten die US-Behörden das Sicherheitssignal für mehrere Wochen. Die CDC und FDA hatten bereits im März intern die Daten der israelischen Meldungen bewertet – sie stellten deutliche Risiken bei Kindern nach der zweiten Dosis fest. Doch erst am 10. Mai erweiterten sie die Impfempfehlung auf Kinder ab 12 Jahren, ohne einen offiziellen Warnhinweis zu veröffentlichen.

Der offizielle Warnhinweis für Myokarditis kam erst am 25. Juni – ein Zeitraum von vier Monaten zwischen der ersten israelischen Meldung und der öffentlichen Bekanntgabe. In dieser Zeit wurden Millionen Jugendliche zusätzlich geimpft, ohne vorherige Information über die potenziellen Herzprobleme. Wissenschaftler aus Israel hatten bereits im Februar 2021 die Daten an die CDC weitergeleitet, doch die US-Behörden setzten die Impfkampagne fort, ohne die Gefahren zu transparentieren.

Die Verzögerung verdeutlicht, wie kritisch die Sicherheitskontrolle bei der Einführung neuer Impfstoffe sein kann. Die Behörden hätten bereits früher reagieren müssen, um Jugendliche vor schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen zu schützen. Dieser Fall bleibt ein starkes Beispiel für mangelnde Transparenz und die Gefahren der verzögerten öffentlichen Warnung bei wichtigen Gesundheitsentscheidungen.