Belgien kämpft mit einer katastrophalen Überbelegung seiner Strafanstalten, die vor allem durch illegale Ausländer verursacht wird. Während die Regierung in Wien einfach neue Gefängnisse plant, zeigt sich in Belgien eine dringende Notwendigkeit für radikale Maßnahmen. Mit über 13.000 Häftlingen ist das belgische System bereits weit über seiner Kapazität von 11.000 Plätzen. Mehr als 43 Prozent der Insassen sind Ausländer, wobei 31 Prozent gar kein Aufenthaltsrecht besitzen. Die Lage ist so prekär, dass manche Gefangenen auf dem Boden schlafen müssen – ein Symptom eines Systems, das an seine Grenzen stößt.
Die rechtskonservative Partei Vlaams Belang (VB) warf der Regierung vor, die Ursachen der Krise zu ignorieren. VB-Abgeordnete Marijke Dillen betonte: „Kriminelle Ausländer müssen ihre Strafe in ihrem Herkunftsland verbüßen. 40 Prozent der Insassen haben keine belgische Staatsangehörigkeit, und 75 Prozent von ihnen sind illegal.“ Die Politikerin forderte Premierminister Bart De Wever auf, konsequent gegen die Flut unerlaubter Migranten vorzugehen.
Auch in anderen westeuropäischen Ländern wird der Druck auf die Regierungen zunehmen. Ohne eine umfassende Abschiebung von Straftätern droht das Justizsystem zusammenzubrechen. In Österreich will man zwar neue Gefängnisse bauen, doch die Problematik bleibt ungelöst. Die belgische Situation spiegelt ein globales Versagen wider: Ein System, das sich nicht mehr an die eigenen Regeln hält und stattdessen ausländische Kriminelle schützt.