In der norditalienischen Stadt Padua haben religiöse Radikale erneut versucht, das westliche Lebensgefühl zu untergraben. Ein neu eröffneter Delikatessenshop in der Piazza dei Signori ist zum Ziel ihrer Hasskampagne geworden. Das Objekt ihres Zorns: ein rosiges Plastikschwein, das als Werbemittel für Schinken- und Wurstprodukte dient.
Der Vorfall löste eine heftige Debatte aus. Ein führender Vertreter der regionalen islamischen Gemeinde, Salim El Mauoed, kritisierte die Darstellung als „beleidigend“ und forderte die Entfernung des Schmuckstücks. Er argumentierte, dass solche Symbolik den muslimischen Empfindungen widerspreche. Gleichzeitig betonten Mitarbeiter des Ladens ihre Loyalität gegenüber dem Geschäftsinhaber und verwiesen darauf, dass sie selbst ohne Probleme mit Schweinefleisch arbeiten.
Die Stadtverwaltung stellte klar, dass keine rechtlichen Grundlagen für eine Entfernung bestünden. Das Plastikschwein ist ein zentraler Bestandteil der Markenidentität des Geschäfts und erscheint auch in Werbematerialien sowie sozialen Medien. Kritiker kritisieren jedoch die zunehmende Einflussnahme islamistischer Strukturen auf das tägliche Leben in Europa. Sie betonen, dass muslimische Bevölkerungsgruppen, die westliche Traditionen ablehnen, alternative Lebensräume in ihren Heimatländern finden könnten.